EU-Angelegenheiten

EU – Koordinatorin in OÖ

Mag.a Gisela Gutjahr
Telefon: 0732 70 71 - 3251
E-Mail: gisela.gutjahr@bildung-ooe.gv.at

Der Europäische Bildungsplan der Bildungsdirektion OÖ

Grundsätzlich wird mit den politischen Vertretern und den Vertretern der Zivilgesellschaft diskutiert, welche Anforderungen die Schulen erfüllen müssen, damit die jungen Menschen in ihrer vollen Diversität bestmögliche Chance für den Berufseinstieg vorfinden. Um das Ziel der bestmöglichen Ausbildung zu erreichen, braucht es engagierte, bestens weitergebildete Lehrkräfte, die innovativ und qualitätsbewusst ihren Unterricht gestalten. Es braucht Lehrkräfte, die weltoffen und demokratiebewusst handeln. Daher braucht es unterschiedliche Formate der Fort- und Weiterbildung. Die Lehrkräfte sind verantwortlich für die Motivation der Lernenden, sich engagiert und kompetent in die Gesellschaft einzubringen. Lehrkräfte tragen dazu bei, Lernenden den Blick nach außen zu öffnen und ihnen vielfältige Möglichkeiten zum Kennen lernen der europäischen Gemeinschaft, der europäischen Gesellschaft, der europäischen Werte und der Chancen am europäischen Arbeitsmarkts zu schaffen.

  1. Das Bundesland Oberösterreich braucht Lehrkräfte, die ihre persönlichen Kompetenzen, Fertigkeiten und Wissen erweitern. Dazu werden Lehrkräfte aus allen Bereichen motiviert, eine neue Fremdsprache zu lernen oder in Form eines Job Shadowings neue Erfahrungen zu sammeln oder fachliche Fortbildungen zu besuchen.
  2. An allen Schulstandorten braucht es auch Lehrkräfte, die am neuesten Stand der Fachwissenschaft sind und ihre didaktisch-methodischen Kenntnisse ständig erweitern und verbessern. Dazu brauchen wir für Fremdsprachenlehrkräfte Kurse in muttersprachlichen Ländern oder Konferenzteilnahmen. Für Lehrkräfte der Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft und der kreativen Fächer braucht es fachwissenschaftliche und didaktische Impulse durch Fortbildungen im EU Ausland.
  3. In einem vom Export geprägten Bundesland braucht es auch Lehrkräfte, die einen europäischen Bürgersinn entwickeln und leben. Für alle im Dienst befindlichen Lehrerinnen und Lehrer ist es wichtig, die EU Institutionen und Arbeitsweisen gut zu kennen und positiv zu erleben, damit sie diese Haltung auch in ihrem Unterricht vertreten können. Daher bietet die Bildungsdirektion Lehrerfortbildung in Brüssel an. In Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbüro Oberösterreich wurde ein umfassendes Programm entwickelt.
  4. Das Schulwesen in OÖ steht vor großen Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung. In diesem Querschnittthema wurde analysiert, das OÖ Schulen in diesem Bereich Aufholbedarf aufweisen. Einerseits natürlich in der Ausstattung aber ganz besonders im Angebot von digitalen Lehrinhalten. Für die Entwicklung und den Einsatz digitaler Lehrinhalte müssen die Lehrkräfte Möglichkeiten des internationalen Austauschs erhalten.
  5. Im Rahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung sind Impulse aus dem EU Ausland sehr hilfreich zur eigenen oder gemeinsamen Weiterentwicklung. Diese Impulse betreffen Schulorganisation, neue Formen der Schülerautonomie im Lernprozess und innovative Lehrmethodik.
  6. Die Bildungsdirektion arbeitet auf EU Ebene eng mit dem französischen Regionen Grand Est, Lille und Amies  und der belgischen Region Wallonie zusammen. Weitere Partner auf Landesebene sind in Schweden, den Niederlanden und in Estland zu finden. Diese Kooperationen sollen auch im Schulwesen sichtbar sein oder werden. Dazu werden einerseits gegenseitige Job Shadowing Austauschprogramme für Lehrpersonen organisiert und es werden Schulwettbewerbe initiiert. Schulklassen erhalten die Möglichkeit eines einwöchigen Aufenthalts in den Partnerregionen, um die jeweilige Lebens- und Schulsituation ihrer Peergroup gut kennen zu lernen.
  7. Schulen sind für die Zukunft des Landes auch im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein von Bedeutung. EU weiter Austausch unter Lehrkräften und Fortbildungen im Bereich ´Green Europe´ werden angestrebt.
  8. Nachbarschaftliche Beziehungen sind wichtig, daher arbeiten wir mit den Regionen Südböhmen und Bayern eng zusammen.

Die Bildungsdirektion beteiligt sich am Erasmus+ Programm und im Interreg Programm.

Da sich die Schülerpopulation und die Population der Lehrkräfte jährlich ändern, braucht es stetige, intensive und wiederholte Anstrengungen in den genannten Bereichen.